Anbaubalkone (Vorstellbalkone) sind selbsttragende Stahlkonstruktionen auf eigenen Stützen und Fundamenten — sie belasten die Bestandsfassade nicht und lassen sich seriell für ganze Hauszeilen montieren, ohne dass Mieter ausziehen müssen. Wir liefern die komplette Konstruktion: Statik, Stützen, Geländer, Bodenbelag, feuerverzinkt und beschichtet, nach DIN EN 1090 EXC2/EXC3 — aus Polen, zu einem Bruchteil deutscher Preise.

Spezialisierung auf anspruchsvolle Projekte
Erfahrung in ganz Europa
Geprüftes Partnernetzwerk
Provision nur vom Hersteller
Ein Anbaubalkon trägt Personen, Möbel und Schneelast über Jahrzehnte — Statik und Ausführung entscheiden über Sicherheit und Genehmigungsfähigkeit.
Anbaubalkone sind in Deutschland grundsätzlich genehmigungspflichtig. Für den Bauantrag benötigen Sie einen prüffähigen Standsicherheitsnachweis nach Eurocode (EC 1 Lasten, EC 3 Stahlbau), abgestimmt auf lokale Schnee- und Windlastzonen sowie den vorhandenen Baugrund. Wir liefern Statik und Konstruktionsunterlagen als Grundlage für Ihren Bauantrag — die Genehmigung selbst beantragen Sie über Ihren Architekten oder Bauträger bei der zuständigen Behörde.
Anbaubalkone (auch Vorstellbalkone genannt) stehen auf eigenen Stahlstützen mit eigenen Punktfundamenten und sind statisch unabhängig von der Bestandsfassade. Das unterscheidet sie von angehängten oder auskragenden Lösungen, die die Tragfähigkeit der Altbausubstanz voraussetzen — bei vielen Bestandsgebäuden aus den 1960er- bis 1980er-Jahren ist das nicht gegeben oder nicht wirtschaftlich nachweisbar.
Modernisierung im laufenden Betrieb ist der Regelfall: Wohnungsbaugesellschaften und Hausverwaltungen können sich Leerstand während der Bauphase kaum leisten. Vorgefertigte Stahlrahmen, etagenweise Montage und kurze Kranzeiten pro Einheit minimieren Lärm- und Zugangsbeeinträchtigung für Mieter — ganze Gebäudezeilen lassen sich in Wochen statt Monaten ausstatten.
Ein Balkon ist Witterung, Streusalz und UV-Strahlung dauerhaft ausgesetzt. Feuerverzinkung nach DIN EN ISO 1461 plus Pulverbeschichtung (Duplex-System) ist bei Außenbauteilen Standard und keine Option. Ohne geprüften Korrosionsschutz drohen Lochfraß an Schweißnähten und Anschlussdetails innerhalb weniger Jahre — mit entsprechenden Haftungsrisiken für Eigentümer und WEG.
Von der Bestandsaufnahme bis zur montierten, geprüften Balkonanlage.
Aufmaß der Fassade, Anzahl und Anordnung der Einheiten, gewünschte Balkontiefe und -breite, Zugangssituation (Tür- vs. Fensterumbau), Grundstücksgrenzen und Abstandsflächen. Grundlage für Statik und erste Kostenschätzung.
Standsicherheitsnachweis nach Eurocode für Stützen, Fundamente und Balkonplatten inklusive Schnee-, Wind- und Nutzlasten nach lokaler Zone. Konstruktionszeichnungen, Bewehrungspläne für Punktfundamente, statische Berechnung als Grundlage für Ihren Bauantrag bei der Bauaufsichtsbehörde.
Aus unserem Netzwerk polnischer Hersteller wählen wir den Betrieb mit passender EXC-Zertifizierung, Kapazität und Erfahrung mit Serienbalkonen. Fertigung der Stahlrahmen, Stützen, Geländer und Bodenkonstruktion nach Zeichnungsfreigabe. Feuerverzinkung und Pulverbeschichtung im Duplex-Verfahren.
Anlieferung DDP zur Baustelle in vormontierten Einheiten. Montage etagenweise mit Kran oder Autokran, Punktfundamente vor Ort oder vorgefertigt, Anschluss an die Fassade über Tür- oder Fensteröffnung. Bei Bestandsgebäuden übliche Montagedauer: 1–2 Tage pro Einheit.
Übergabe mit Leistungserklärung (DoP), CE-Kennzeichnung nach DIN EN 1090, Korrosionsschutzprotokoll, Montagedokumentation und Wartungshinweisen für die WEG bzw. Hausverwaltung.
Von der Einzelmontage bis zur seriellen Ausstattung ganzer Gebäudezeilen.
Freistehende Stahlkonstruktion auf eigenen Stützen und Punktfundamenten, statisch unabhängig von der Bestandsfassade. Standardlösung für Nachrüstung an Bestandsgebäuden ohne tragfähige Fassadenanschlüsse.
Mehr erfahrenSerienfertigung identischer Baugruppen für Wohnungsbaugesellschaften und Bauträger: gleiche Stützenraster, gleiche Geländerdetails, wiederholbare Montagelogik. Reduziert Stückkosten und Montagezeit pro Einheit deutlich gegenüber Einzelanfertigung.
Mehr erfahrenStahlgeländer mit Ausfachung nach Wahl (Lochblech, Streckmetall, Glasfüllung, vertikale Stäbe), Höhen und Öffnungsmaße nach DIN 18065, Anschluss geschweißt oder geschraubt. Feuerverzinkt oder Duplex-beschichtet in RAL-Farbe nach Wunsch.
Mehr erfahrenStatische Auslegung und Ausführungsplanung der Punktfundamente je nach Baugrund (Bodengutachten empfohlen bei größeren Anlagen). Frostfreie Gründungstiefe, Bewehrungsplan, Betonqualität nach Standortbedingungen.
Mehr erfahrenStahlrost- oder Betonplattenboden auf tragender Stahlkonstruktion, Gefälle für Entwässerung, rutschhemmende Ausführung, Anschlussdetails an Türschwellen mit Wärmebrückenberücksichtigung.
Mehr erfahrenStandsicherheitsnachweis nach Eurocode, Konstruktionszeichnungen und Bewehrungspläne als vollständige Unterlage für Ihren Bauantrag bei der zuständigen Bauaufsichtsbehörde — erstellt von unseren Partnerherstellern.
Mehr erfahrenBalkonanlagen für Wohnungsbaugesellschaften, Hausverwaltungen und WEG-Gemeinschaften.
Serienauftrag für eine Wohnungsbaugesellschaft, selbsttragende Vorstellbalkone EXC2, feuerverzinkt, Montage über 6 Wochen ohne Auszug der Mieter.
Ersatz maroder Betonbalkone durch selbsttragende Anbaubalkone aus Stahl, kombiniert mit Fassadendämmung durch Hausverwaltung.
Modernisierungsbeschluss der Eigentümerversammlung, Statik und Bauantragsunterlagen inklusive, Duplex-Korrosionsschutz.

Anbaubalkone (auch Vorstellbalkone genannt) sind die häufigste Lösung für die nachträgliche Balkonausstattung von Mehrfamilienhäusern ohne Balkon — ein typisches Modernisierungsthema bei Bestandsgebäuden aus den 1960er- bis 1980er-Jahren. Anders als angehängte oder auskragende Konstruktionen stehen Anbaubalkone auf eigenen Stahlstützen mit eigenen Punktfundamenten und sind statisch vollständig unabhängig von der Bestandsfassade. Das macht sie zur bevorzugten Lösung, wenn die vorhandene Fassade keine zusätzliche Traglast aufnehmen kann oder soll — was bei den meisten Bestandsbauten der Fall ist. Als Broker mit einem Netzwerk von über 100 polnischen Herstellern matchen wir Ihr Projekt mit dem Betrieb, dessen Zertifizierung, Kapazität und Erfahrung mit Balkonanlagen zu Ihrem Vorhaben passt — von der Einzelmontage bis zur Serienausstattung ganzer Gebäudezeilen.
Die Zielgruppe ist breit, aber die Anforderungen an die Balkonanlage unterscheiden sich deutlich je nach Auftraggeber:
Der Anbau eines Balkons ist in nahezu allen Bundesländern eine genehmigungspflichtige bauliche Änderung, da er die Kubatur und häufig auch die Abstandsflächen des Gebäudes verändert. Der Ablauf unterscheidet sich je nach Landesbauordnung, folgt aber überall demselben Grundmuster: Ihr Architekt oder Bauträger reicht den Bauantrag bei der zuständigen unteren Bauaufsichtsbehörde ein, inklusive Lageplan, Bauzeichnungen und statischem Nachweis. Wir liefern Statik und die technischen Unterlagen für den Bauantrag — die Prüfung und Erteilung der Genehmigung liegt ausschließlich bei der Behörde und ist nicht Teil unserer Leistung. Bei WEG-Objekten kommt regelmäßig ein Beschluss der Eigentümerversammlung hinzu, bei denkmalgeschützten oder gestalterisch geprägten Fassaden ggf. eine Abstimmung mit der Denkmalschutzbehörde. Planen Sie für die reine Genehmigungsphase realistisch 2–6 Monate ein, abhängig von Bundesland und Kommune. In vereinfachten Verfahren einzelner Landesbauordnungen kann sich diese Frist verkürzen, verlässlich ist das aber nur mit einer frühzeitigen Abstimmung mit der zuständigen Behörde vor Ort.
Der Standsicherheitsnachweis für Anbaubalkone wird nach Eurocode erstellt und muss mehrere Lastfälle abdecken:
Die Fundamentbemessung berücksichtigt zusätzlich die Bodenverhältnisse am Standort — bei größeren Anlagen empfehlen wir ein Baugrundgutachten, um Nachträge während der Bauausführung zu vermeiden. Der fertige Standsicherheitsnachweis wird von einem Statiker unserer Partnerhersteller unterzeichnet und ist als Anlage zum Bauantrag prüffähig aufbereitet.
| Bauteil | Ausführung | Norm / Hinweis |
|---|---|---|
| Stützen | Stahlprofile (Rohr oder Hohlprofil), feuerverzinkt | DIN EN 1090 EXC2/EXC3 |
| Punktfundamente | Stahlbeton, frostfreie Gründungstiefe | je nach Baugrund und Klimazone |
| Tragrahmen / Balkonplatte | Geschweißte oder geschraubte Stahlkonstruktion | Eurocode-Nachweis, Durchbiegungskriterium |
| Bodenbelag | Stahlrost oder Betonplatte mit Gefälle | rutschhemmend, entwässert |
| Geländer | Stahl, Ausfachung nach Wahl | DIN 18065, Mindesthöhe je nach Absturzhöhe |
| Korrosionsschutz | Feuerverzinkung + Pulverbeschichtung (Duplex) | DIN EN ISO 1461 |
Neben dem selbsttragenden Anbaubalkon gibt es am Markt auch fassadengebundene oder teilweise angehängte Lösungen, bei denen ein Teil der Last über Konsolen in die Bestandswand eingeleitet wird. Diese Variante kann bei tragfähigen Massivwänden technisch sinnvoll und günstiger sein, setzt aber eine gesicherte Bestandsstatik voraus, die bei Gebäuden aus der Nachkriegszeit oder mit Leichtbaufassaden selten vollständig dokumentiert ist. Selbsttragende Balkone umgehen dieses Risiko vollständig, weil die komplette Last über eigene Stützen und Punktfundamente abgetragen wird — ein wesentlicher Grund, warum sich die selbsttragende Bauweise bei Modernisierungsprojekten in Deutschland als Standard etabliert hat, besonders wenn mehrere Gebäude einer Zeile mit einheitlicher Balkonanlage ausgestattet werden sollen.
Der wirtschaftliche Vorteil serieller Anbaubalkone zeigt sich besonders bei der Montage: vorgefertigte Baugruppen aus der Werkstatt reduzieren die Zeit vor Ort auf ein Minimum. Typischer Ablauf pro Einheit: Punktfundamente werden vorab oder parallel zur Fertigung erstellt, die vormontierten Stahlrahmen werden per Kran positioniert und verschraubt, der Fassadenanschluss erfolgt über eine vorbereitete Tür- oder Fensteröffnung. Bei guter Bauablaufplanung lassen sich mehrere Einheiten pro Tag montieren, ohne dass Mieter ihre Wohnung verlassen müssen — ein entscheidender Faktor für Wohnungsbaugesellschaften, die Leerstand während der Bauphase vermeiden wollen. Kranstellzeiten werden mit der Hausverwaltung so abgestimmt, dass Zufahrten und Stellplätze nur kurzzeitig blockiert sind, und die Bauabfolge orientiert sich an den bewohnten Etagen, um Lärmbelastung zeitlich zu bündeln statt über Wochen zu verteilen.
Das Balkongeländer prägt das Erscheinungsbild der gesamten Fassade und ist bei Serienprojekten ein wichtiges Abstimmungsthema mit der Eigentümerversammlung oder dem Bauträger. Neben der reinen Normerfüllung nach DIN 18065 (Mindesthöhe je nach Absturzhöhe, maximale Öffnungsweiten für die Kindersicherheit) stehen verschiedene Ausfachungen zur Wahl: Lochblech für einen geschlossenen, ruhigen Fassadeneindruck, Streckmetall als kostengünstige und langlebige Standardlösung, Glasfüllung für einen transparenten, modernen Look oder klassische vertikale Stäbe. Die RAL-Farbe des Geländers wird üblicherweise auf die Fassadenfarbe oder das Corporate Design der Wohnungsbaugesellschaft abgestimmt und ist bei allen Ausfachungsvarianten frei wählbar.
| Balkontyp | Größe | Preis pro Einheit (Material + Montage) |
|---|---|---|
| Standard-Vorstellbalkon | ca. 4–6 m² | 4.500–7.500 € |
| Vorstellbalkon, größer | ca. 6–9 m² | 6.500–10.500 € |
| Serienauftrag (ab 10 Einheiten) | ca. 4–6 m² pro Einheit | 3.800–6.000 € pro Einheit |
| Statik + Bauantragsunterlagen | je Gebäudetyp | 800–2.500 € einmalig |
Bei Serienaufträgen für ganze Gebäudezeilen sinkt der Preis pro Einheit deutlich, da Statik, Zeichnungen und Fertigungsvorrichtungen nur einmal erstellt werden müssen und sich über die gesamte Stückzahl amortisieren. Polnische Hersteller mit identischer DIN EN 1090-Zertifizierung liegen bei vergleichbarer Qualität regelmäßig unter deutschen Anbieterpreisen — bei gleicher Materialqualität (S235/S355, Feuerverzinkung nach DIN EN ISO 1461) und gleichem Prüfumfang. Der Preisunterschied ergibt sich vor allem aus Lohnkostenstruktur und Auslastung der Fertigungsbetriebe, nicht aus geringeren Qualitätsanforderungen — unsere Partnerhersteller arbeiten nach denselben europäischen Normen wie deutsche Betriebe.
Eine fachgerecht ausgeführte Anbaubalkon-Konstruktion mit Duplex-Korrosionsschutz benötigt über die Nutzungsdauer nur geringen Wartungsaufwand. Empfohlen sind eine jährliche Sichtprüfung der Schraubverbindungen und Schweißnahtübergänge, insbesondere an den Übergangsbereichen zwischen Stütze und Fundament sowie am Fassadenanschluss, sowie eine regelmäßige Reinigung von Bodenrost und Entwässerungsöffnungen, um Staunässe zu vermeiden. Bei Zink-Duplex-Systemen ist mit einer wartungsfreien Standzeit von 25–30 Jahren zu rechnen, bevor eine Auffrischung der Beschichtung sinnvoll wird — deutlich länger als bei unbehandeltem oder nur einfach beschichtetem Stahl. Für Wohnungsbaugesellschaften mit großem Bestand empfiehlt sich, die Wartungsintervalle der Balkonanlage in den bestehenden Instandhaltungsplan der Liegenschaft zu integrieren, damit sie nicht isoliert, sondern im Zuge ohnehin stattfindender Fassadenkontrollen miterledigt wird.
Größere Anbaubalkon-Projekte laufen bei uns in einem strukturierten Prozess, der auf die Entscheidungswege von Wohnungsbaugesellschaften, WEG-Gemeinschaften und Bauträgern abgestimmt ist. Nach der ersten Bestandsaufnahme erhalten Sie eine unverbindliche Kostenschätzung auf Basis von Gebäudetyp, Einheitenzahl und gewünschter Ausführung — Grundlage für die Beschlussvorlage in der Eigentümerversammlung oder die interne Budgetfreigabe. Nach Auftragserteilung folgen Statik und Bauantragsunterlagen als eigener Meilenstein, damit die Genehmigungsphase parallel zur weiteren Detailplanung laufen kann und keine Zeit verloren geht. Erst nach Erteilung der Baugenehmigung durch die zuständige Behörde beginnt die Fertigung — so vermeiden Sie das Risiko, in bereits produzierte Bauteile zu investieren, bevor die rechtliche Grundlage gesichert ist. Für Projekte mit besonders vielen Einheiten bieten wir eine gestaffelte Lieferung an, sodass die Montage in mehreren Bauabschnitten erfolgen und der Bauablauf mit anderen Gewerken wie Fassadendämmung oder Fenstertausch koordiniert werden kann.
Ihre Sicherheit und Ihr Vertrauen sind unsere Verantwortung.
Wir kümmern uns um das gesamte Projekt – Sie müssen sich nie fragen "wer montiert die Konstruktion". Vom Angebot über Produktion und Transport bis zur Montage und Endabnahme.
Wir überwachen jeden Schritt (Produktion → Transport → Montage) und greifen ein, wenn der Zeitplan gefährdet ist. Ihr Projekt wird planmäßig umgesetzt.
Jeder Hersteller ist geprüft – 15+ Jahre Branchenerfahrung. Wir kennen die Historie jedes unserer 100+ Partner. Wir eliminieren das Risiko der falschen Wahl.
Antworten auf technische und rechtliche Fragen zu Anbaubalkonen und Vorstellbalkonen.
In nahezu allen Bundesländern ja — der nachträgliche Anbau eines Balkons ist eine genehmigungspflichtige bauliche Änderung, da er Kubatur und häufig Abstandsflächen verändert. Ihr Architekt oder Bauträger reicht den Bauantrag bei der zuständigen unteren Bauaufsichtsbehörde ein. Wir liefern Statik und technische Unterlagen als Grundlage für diesen Antrag — die Prüfung und Erteilung der Genehmigung erfolgt ausschließlich durch die Behörde und ist nicht Teil unserer Leistung. Planen Sie für die Genehmigungsphase 2–6 Monate ein, abhängig von Bundesland und Kommune.
Ein Anbaubalkon (auch Vorstellbalkon) steht auf eigenen Stahlstützen mit eigenen Punktfundamenten und ist statisch vollständig unabhängig von der Bestandsfassade — die Fassade trägt keine zusätzliche Last. Ein angehängter oder auskragender Balkon dagegen wird direkt an der Fassade oder Deckenkonstruktion befestigt und setzt eine ausreichende Tragfähigkeit der Altbausubstanz voraus, die bei vielen Bestandsgebäuden aus den 1960er- bis 1980er-Jahren nicht gegeben oder nur mit hohem Aufwand nachweisbar ist. Deshalb ist der selbsttragende Anbaubalkon bei Bestandsmodernisierung die Standardlösung.
Für eine einzelne Einheit an einem Bestandsgebäude rechnen Sie mit 1–2 Tagen Montagezeit vor Ort, sofern die Punktfundamente bereits vorbereitet sind. Bei Serienaufträgen für ganze Gebäudezeilen lassen sich durch vorgefertigte, identische Baugruppen und eingespielte Montageabläufe mehrere Einheiten pro Tag realisieren. Die Gesamtdauer eines Projekts hängt maßgeblich von der Genehmigungsphase ab — die reine Fertigungs- und Montagezeit nach Genehmigung beträgt bei Serienprojekten meist 6–12 Wochen.
Ja, das ist der Regelfall bei unseren Projekten für Wohnungsbaugesellschaften. Vorgefertigte Stahlrahmen aus der Werkstatt reduzieren die Montagezeit pro Einheit auf ein Minimum, der Fassadenanschluss erfolgt über eine vorbereitete Tür- oder Fensteröffnung, und Kranarbeiten werden zeitlich eng geplant. Beeinträchtigungen durch Lärm und temporär eingeschränkten Zugang zum Balkon lassen sich nicht vollständig vermeiden, aber ein Auszug der Bewohner ist bei Standardmontagen nicht erforderlich.
Der Standsicherheitsnachweis nach Eurocode deckt mindestens vier Lastfälle ab: Nutzlast nach DIN EN 1991-1-1 (mindestens 4,0 kN/m² bei Wohnnutzung), Schneelast nach lokaler Zone (DIN EN 1991-1-3), Windlast nach DIN EN 1991-1-4 sowie die Eigenlast der Konstruktion selbst. Zusätzlich wird die Fundamentbemessung an die konkreten Baugrundverhältnisse am Standort angepasst — bei größeren Anlagen empfehlen wir ein Baugrundgutachten, um Nachträge während der Bauausführung zu vermeiden.
Ein einzelner Standard-Vorstellbalkon (ca. 4–6 m²) inklusive Montage kostet 4.500–7.500 €, größere Ausführungen (6–9 m²) 6.500–10.500 €. Bei Serienaufträgen ab etwa 10 Einheiten sinkt der Preis pro Einheit auf 3.800–6.000 €, da Statik, Konstruktionszeichnungen und Fertigungsvorrichtungen nur einmal erstellt werden müssen. Statik und Bauantragsunterlagen kosten je nach Gebäudetyp einmalig 800–2.500 €. Polnische Hersteller mit identischer DIN EN 1090-Zertifizierung liegen bei vergleichbarer Materialqualität regelmäßig unter deutschen Vergleichsangeboten.
Für Außenbauteile mit dauerhafter Witterungsexposition ist Feuerverzinkung nach DIN EN ISO 1461 kombiniert mit einer Pulverbeschichtung (Duplex-System) Standard. Diese Kombination schützt sowohl vor flächiger Korrosion als auch vor UV-bedingtem Abbau der Beschichtung und erreicht bei fachgerechter Ausführung Standzeiten von 25–30 Jahren und mehr, auch unter Streusalzeinwirkung an Zugängen und Treppen. Reine Pulverbeschichtung ohne Verzinkung wird für tragende Außenbauteile nicht empfohlen.
Ja, innerhalb der statischen und baurechtlichen Vorgaben sind Balkontiefe, -breite und Geländerausführung frei wählbar. Üblich sind Tiefen von 1,2–2,0 m und Breiten entsprechend der Fassadenachsen des Gebäudes. Für das Geländer stehen verschiedene Ausfachungen zur Verfügung: Lochblech, Streckmetall, Glasfüllung oder vertikale Stäbe, in RAL-Farbe nach Wunsch. Bei Serienprojekten empfehlen wir ein einheitliches Design für alle Einheiten, um Fertigungs- und Montagekosten zu senken.
Genau für diesen Fall ist der Anbaubalkon konzipiert: Er steht auf eigenen Stahlstützen mit eigenen Punktfundamenten und überträgt seine gesamte Last direkt in den Baugrund, nicht in die Fassade. Ein statischer Nachweis der Bestandsfassade ist deshalb für den Anbaubalkon selbst nicht erforderlich — lediglich der Fassadendurchbruch für die Tür- oder Fensteröffnung wird geprüft. Das macht Anbaubalkone zur bevorzugten Lösung bei Bestandsgebäuden mit ungeklärter oder unzureichender Fassadentragfähigkeit.
Ja, ein erheblicher Teil unserer Anbaubalkon-Projekte läuft über Hausverwaltungen im Auftrag von WEG-Gemeinschaften. Wir unterstützen mit technischen Unterlagen für die Beschlussvorlage in der Eigentümerversammlung, liefern die Statik für den Bauantrag und stimmen den Montageablauf mit der Hausverwaltung ab, um Beeinträchtigungen für die Bewohner während der Bauphase möglichst gering zu halten.
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