Industrieschornsteine erfordern eine eigene Statiknorm: EN 13084 regelt Windlasten, Wirbelerregung und Ermüdungsnachweis für freistehende und abgespannte Stahlschornsteine im industriellen Einsatz — unabhängig von den Anforderungen an häusliche Abgasanlagen nach EN 1856. Wir matchen Ihr Projekt mit dem passenden Hersteller aus unserem Netzwerk: ein- oder mehrschalig, Kohlenstoffstahl oder Edelstahl, 30–40 % günstiger als deutsche Anbieter.

Spezialisierung auf anspruchsvolle Projekte
Erfahrung in ganz Europa
Geprüftes Partnernetzwerk
Provision nur vom Hersteller
Schlanke, hohe Stahlkonstruktionen reagieren empfindlich auf Wind — Standard-Stahlbaustatik reicht dafür nicht aus.
Schlanke zylindrische Schornsteine geraten bei bestimmten Windgeschwindigkeiten in querschwingende Resonanz durch abreißende Wirbel (Wirbelerregung). EN 13084-1 verlangt einen eigenen dynamischen Nachweis; bei kritischen Schlankheiten sind Wendelschrauben oder Schwingungsdämpfer erforderlich.
Freistehende Schornsteine brauchen eine große, tragfähige Einzelfundamentplatte, benötigen aber keine seitliche Aufstellfläche. Abgespannte Schornsteine sind leichter und günstiger, brauchen jedoch Platz für Abspannseile und deren Fundamente — nicht überall vorhanden.
Kühlt Abgas im Schornstein unter den Taupunkt ab, kondensiert Feuchtigkeit mit aggressiven Bestandteilen an der Innenwand. Je nach Abgaschemie und Betriebsweise ist ein korrosionsbeständiges Innenrohr aus Edelstahl oder eine chemikalienbeständige Beschichtung erforderlich.
Einschalige Schornsteine sind günstiger, kühlen das Abgas aber schneller ab. Mehrschalige Konstruktionen mit Isolierung zwischen Innenrohr und Außenmantel halten die Abgastemperatur länger über dem Taupunkt — wichtig für Kondensatvermeidung und Abgasfahnenüberhöhung.
Von der Anforderungsanalyse bis zur betriebsbereiten Konstruktion inklusive Montage per Kran.
Abgasparameter (Temperatur, Volumenstrom, Aggressivität), Standort, Windzone, geforderte Bauhöhe und verfügbare Aufstellfläche werden erfasst — Grundlage für die Wahl von Bauform und Werkstoff.
Windlasten nach DIN EN 1991-1-4, Wirbelerregungsnachweis nach EN 13084-1, gegebenenfalls Erdbebenlasten nach DIN EN 1998. Festlegung der Wandstärke, Fundamentabmessung und ggf. Abspannung.
Ein- oder mehrschalige Ausführung, Werkstoffwahl Kohlenstoffstahl oder Edelstahl, Anschlussdetails für Verbindungskanal (Fuchs), Reinigungsöffnungen und Messstellen nach Ihren Vorgaben.
Schweißnahtprüfung, Beschichtung oder Feuerverzinkung des Außenmantels, ggf. Edelstahl-Innenrohr. Materialprüfprotokolle 3.1 nach DIN EN 10204, Maßkontrolle vor Versand.
Lieferung in transportfähigen Sektionen, Montage der Ringstöße vor Ort, anschließend Steigleitern, Podeste und Zubehör. Übergabe mit vollständiger technischer Dokumentation.
Von der Standard-Bauform bis zur Sonderkonstruktion mit Edelstahl-Innenrohr.
Selbsttragende Konstruktion ohne Abspannung, Fundamentplatte nach Baugrundgutachten. Übliche Bauhöhen bis in den zweistelligen Meterbereich, projektabhängig auch darüber.
Mehr erfahrenLeichtere Konstruktion mit Abspannseilen in mehreren Ebenen, wirtschaftlich bei ausreichender Aufstellfläche und geringeren Fundamentlasten als bei freistehender Bauweise.
Mehr erfahrenInnenrohr und Außenmantel getrennt durch Dämmschicht — hält die Abgastemperatur länger über dem Taupunkt und reduziert Kondensatbildung an der Innenwand.
Mehr erfahrenKorrosionsbeständige Innenrohre für Abgase mit hohem Feuchte- oder Säureanteil, abgestimmt auf die konkrete Abgaschemie Ihres Prozesses.
Mehr erfahrenSteigleitern mit Rückenschutz, Ruhepodeste und Messplattformen nach DIN EN ISO 14122, positioniert nach Ihren betrieblichen Anforderungen für Wartung und Messung.
Mehr erfahrenVollständiger Standsicherheitsnachweis nach EN 13084 und Eurocode, einschließlich dynamischem Nachweis der Wirbelerregung — als Bestandteil Ihrer Fertigungs- und Genehmigungsunterlagen.
Mehr erfahrenFreistehende und abgespannte Stahlschornsteine für Industrie und Energiewirtschaft.
Mehrschalige Ausführung mit Edelstahl-Innenrohr, EN 13084, Statiknachweis inkl. Wirbelerregung, Montage per Autokran.
Abgespannte Konstruktion mit drei Seilebenen, einschalig, beschichteter Kohlenstoffstahl, Feuerverzinkung Fundamentbereich.
Austausch des korrodierten Innenrohrs bei Bestandsschornstein gegen säurebeständige Edelstahlausführung, Außenmantel unverändert.

Ein Industrieschornstein ist eine der wenigen Stahlkonstruktionen, bei denen die Bemessung nicht primär von statischen Lasten, sondern von der dynamischen Reaktion auf Wind bestimmt wird. Schlanke, zylindrische Bauteile in beträchtlicher Höhe verlangen eine eigene Norm — EN 13084 — statt der allgemeinen Stahlbaubemessung nach DIN EN 1090. Unsere polnischen Partnerbetriebe fertigen freistehende und abgespannte Schornsteine nach EN 13084 in Verbindung mit Eurocode, zu 30–40 % niedrigeren Preisen als deutsche Anbieter, bei Lieferzeiten von 8–16 Wochen je nach Höhe und Ausführung.
EN 13084 (Freistehende Schornsteine) regelt Bemessung, Werkstoffe und Ausführung industrieller Schornsteine aus Stahl, Beton oder gemauerten Baustoffen — Anwendungsbereich sind Industrieanlagen, Heizkraftwerke und vergleichbare Prozessanlagen. Davon zu unterscheiden ist EN 1856, die metallene Abgasanlagen für häusliche Feuerstätten (Heizungskessel im Wohngebäude) regelt — ein völlig anderer Anwendungsbereich mit anderen Bemessungsgrundlagen und Prüfverfahren. Wir fertigen ausschließlich nach EN 13084 für industrielle Anwendungen; Anfragen zu häuslichen Abgasanlagen nach EN 1856 gehören nicht zu unserem Leistungsbereich.
| Merkmal | Freistehend | Abgespannt |
|---|---|---|
| Fundament | Große Einzelfundamentplatte | Kleineres Zentralfundament + Ankerfundamente für Seile |
| Aufstellfläche | Gering — nur Schornsteinquerschnitt | Größer — Abspannradius für Seile erforderlich |
| Stahlgewicht | Höher (steifere Konstruktion) | Geringer bei vergleichbarer Höhe |
| Wartung der Abspannung | Entfällt | Regelmäßige Seilspannungskontrolle erforderlich |
Die Wahl hängt in erster Linie von der verfügbaren Aufstellfläche und den Fundamentbedingungen am Standort ab. Bei beengten Werksgeländen ist die freistehende Bauform meist die praktikablere Lösung, auch wenn sie mehr Stahl benötigt.
Umströmt Wind einen zylindrischen Schornstein, lösen sich abwechselnd Wirbel von beiden Seiten ab (Kármánsche Wirbelstraße). Trifft die Wirbelablösefrequenz die Eigenfrequenz der Konstruktion, entsteht eine querschwingende Resonanz quer zur Windrichtung — bei schlanken, wenig gedämpften Stahlschornsteinen kann diese Schwingung zu Ermüdungsschäden führen, lange bevor die reine Windlast kritisch würde. EN 13084-1 schreibt dafür einen eigenständigen dynamischen Nachweis vor. Bei kritischen Schlankheitsverhältnissen kommen konstruktive Gegenmaßnahmen zum Einsatz: aerodynamische Wendelschrauben (Helixstreifen), die die Wirbelablösung stören, oder mechanische Schwingungsdämpfer im Schornsteinkopf. Die Notwendigkeit solcher Maßnahmen ergibt sich erst aus der projektspezifischen Berechnung — pauschale Aussagen sind hier nicht seriös möglich.
| Bauweise | Aufbau | Vorteil | Nachteil |
|---|---|---|---|
| Einschalig | Nur Mantelrohr, ggf. Innenbeschichtung | Geringeres Gewicht, niedrigere Kosten | Schnellere Abkühlung des Abgases |
| Zweischalig | Innenrohr + Dämmschicht + Außenmantel | Abgastemperatur bleibt länger über Taupunkt | Höheres Gewicht, aufwendigere Fertigung |
| Mehrschalig mit Edelstahl-Innenrohr | Edelstahl-Innenrohr + Dämmung + Außenmantel | Korrosionsbeständig bei aggressiven Abgasen | Höchste Investitionskosten |
Für den Außenmantel wird in der Regel Kohlenstoffstahl mit Korrosionsschutzbeschichtung oder Feuerverzinkung eingesetzt — er ist der Witterung, nicht dem Abgas direkt ausgesetzt. Für das Innenrohr entscheidet die Abgaschemie: bei trockenen, wenig aggressiven Abgasen genügt oft eine beschichtete Kohlenstoffstahlausführung, bei feuchten oder säurehaltigen Abgasen (etwa bei Kondensationsbetrieb) ist ein Edelstahl-Innenrohr aus einer säurebeständigen Stahlsorte erforderlich, um Taupunktkorrosion zu vermeiden. Die konkrete Werkstoffwahl legen wir gemeinsam mit Ihnen anhand der tatsächlichen Abgaswerte fest — eine pauschale Empfehlung ohne Prozessdaten wäre unseriös.
Für Wartung, Inspektion und Emissionsmessung gehören Steigleitern mit Rückenschutz, Ruhepodeste in festgelegten Abständen und Messplattformen zur Standardausstattung. Position und Ausführung der Messstellen legen wir nach den technischen Vorgaben Ihres Messplaners fest, der bei der Zulassung der Messplätze mit der zuständigen Behörde in Kontakt steht — die Emissionsmesstechnik selbst gehört nicht zu unserem Leistungsbereich.
| Ausführung | Werkstoff | Preis pro Tonne netto |
|---|---|---|
| Freistehend, einschalig | Kohlenstoffstahl, beschichtet | 1.500–2.200 €/t |
| Freistehend, mehrschalig isoliert | Kohlenstoffstahl + Edelstahl-Innenrohr | 2.200–3.200 €/t |
| Abgespannt, einschalig | Kohlenstoffstahl, beschichtet | 1.400–2.000 €/t |
| Mehrschalig, hoher Edelstahlanteil | Edelstahl innen und außen | 3.200–4.500 €/t |
| Sanierung/Austausch Innenrohr | Edelstahl-Innenrohr | Projektpreis nach Aufmaß |
Die Preise verstehen sich netto ab Werk zzgl. Transport und Montage; maßgeblich sind Bauhöhe, Bauform (freistehend/abgespannt), Werkstoffwahl und Zubehörumfang. Ein verbindliches Angebot erhalten Sie nach Prüfung Ihrer Anforderungen innerhalb von 48 Stunden.
Industrieschornsteine werden in transportfähigen Sektionen geliefert und vor Ort per Mobil- oder Raupenkran aufgerichtet. Die Ringstöße zwischen den Sektionen werden je nach Ausführung geschweißt oder geschraubt, anschließend folgt die Montage von Steigleitern, Podesten und Zubehör. Bei abgespannten Konstruktionen werden die Seile nach der Aufrichtung vorgespannt und die Spannung dokumentiert. Die erforderliche Kranklasse ergibt sich aus Gewicht und Höhe der schwersten Sektion sowie der Aufstellposition des Krans — wir planen dies vorab gemeinsam mit Ihrem Montageteam vor Ort.
Wir liefern die vollständige technische Dokumentation der Stahlkonstruktion: Standsicherheitsnachweis nach EN 13084 und Eurocode, Schweißnachweise, Materialprüfprotokolle 3.1 nach DIN EN 10204 und CE-Kennzeichnung. Diese Unterlagen bilden einen Teil der Nachweise, die Sie für Ihr immissionsschutzrechtliches Genehmigungsverfahren nach BImSchG benötigen. Die Genehmigung selbst — einschließlich Emissionsgrenzwerten, Ableitbedingungen und Abstimmung mit der zuständigen Behörde — liegt im Verantwortungsbereich Ihres Anlagenplaners beziehungsweise Immissionsschutzgutachters; wir liefern die Konstruktion und deren Dokumentation, nicht die emissionsschutzrechtliche Beratung.
Die Gründung eines Industrieschornsteins richtet sich nach Bauform, Höhe und Baugrund. Freistehende Schornsteine benötigen eine kreisförmige oder polygonale Fundamentplatte, deren Durchmesser und Dicke aus dem Kippmoment infolge Windlast berechnet werden — bei größeren Höhen und ungünstigem Baugrund kann eine Pfahlgründung erforderlich sein. Abgespannte Schornsteine kommen mit einem kleineren Zentralfundament aus, benötigen dafür zusätzliche Ankerfundamente für die Abspannseile, deren Lage den verfügbaren Aufstellungsraum am Standort mitbestimmt. In beiden Fällen empfehlen wir vor der endgültigen Bemessung ein aktuelles Baugrundgutachten, da Tragfähigkeit und Grundwasserstand am konkreten Standort die Fundamentgröße maßgeblich beeinflussen.
Neben Stahlkonstruktionen kommen für Industrieschornsteine auch Massivbauweisen aus Stahlbeton oder gemauerten Baustoffen infrage — beide ebenfalls im Anwendungsbereich von EN 13084. Stahlschornsteine punkten mit kürzerer Fertigungs- und Montagezeit, geringerem Eigengewicht und damit oft günstigerer Gründung, sowie der Möglichkeit einer werkseitigen Vorfertigung mit anschließender Montage in wenigen Tagen vor Ort. Massivbauweisen sind bei sehr großen Höhen und Durchmessern mitunter wirtschaftlicher, erfordern jedoch eine deutlich längere Bauzeit vor Ort. Die Wahl der Bauweise ist eine frühe Grundsatzentscheidung Ihres Projekts, zu der wir aus Stahlbausicht gerne unsere Einschätzung beisteuern.
Als exponierte, oft die höchsten Bauwerke auf dem Werksgelände benötigen Industrieschornsteine in aller Regel eine Blitzschutzanlage nach DIN EN 62305, bestehend aus Fangeinrichtung, Ableitung und Erdungsanlage — Umfang und Ausführung legen wir projektbezogen mit Ihrem Elektroplaner fest. Abhängig von Höhe, Standort und der Nähe zu Flugplätzen kann außerdem eine Kennzeichnung als Luftfahrthindernis erforderlich sein, etwa durch Tageskennzeichnung (Anstrich) oder Nachtbefeuerung. Ob und in welcher Form eine solche Kennzeichnung vorgeschrieben ist, entscheidet die zuständige Luftfahrtbehörde im Einzelfall — wir integrieren die dafür nötigen Halterungen konstruktiv, die behördliche Abstimmung selbst liegt bei Ihnen beziehungsweise Ihrem Planungsbüro.
Industrieschornsteine kommen branchenübergreifend zum Einsatz, wo Prozessabgase kontrolliert über eine ausreichende Höhe abgeleitet werden müssen: in der Energiewirtschaft bei Heizkraftwerken und Blockheizkraftwerken, in der Chemieindustrie bei Prozess- und Reaktorabgasen, in der Lebensmittelindustrie bei Trocknungs- und Röstanlagen sowie in der Metallindustrie bei Schmelz- und Wärmebehandlungsöfen. Die konkreten Anforderungen an Werkstoff, Bauform und Zubehör unterscheiden sich je nach Branche vor allem durch Abgastemperatur und -chemie — Ausgangspunkt jeder Auslegung sind daher Ihre tatsächlichen Prozessdaten.
Vor Versand durchläuft jede Sektion eine Maßkontrolle gegen die freigegebenen Fertigungszeichnungen sowie die vereinbarte Schweißnahtprüfung. Bei mehrschaligen Konstruktionen wird zusätzlich die korrekte Ausführung der Dämmschicht und die spaltfreie Verbindung zwischen Innenrohr und Außenmantel geprüft. Bei größeren oder sicherheitsrelevanten Projekten bieten wir eine Werksabnahme an, bei der Sie oder Ihr beauftragter Gutachter Sektionen vor Ort im Herstellerwerk begutachten können, bevor sie versendet werden. Nach Montageabschluss erhalten Sie ein vollständiges Abnahmedossier mit Materialprüfprotokollen 3.1 nach DIN EN 10204, Schweißnahtprotokollen, dem Standsicherheitsnachweis nach EN 13084 und CE-Kennzeichnung — die Grundlage für die Inbetriebnahme und spätere wiederkehrende Prüfungen der Konstruktion.
Ihre Sicherheit und Ihr Vertrauen sind unsere Verantwortung.
Wir kümmern uns um das gesamte Projekt – Sie müssen sich nie fragen "wer montiert die Konstruktion". Vom Angebot über Produktion und Transport bis zur Montage und Endabnahme.
Wir überwachen jeden Schritt (Produktion → Transport → Montage) und greifen ein, wenn der Zeitplan gefährdet ist. Ihr Projekt wird planmäßig umgesetzt.
Jeder Hersteller ist geprüft – 15+ Jahre Branchenerfahrung. Wir kennen die Historie jedes unserer 100+ Partner. Wir eliminieren das Risiko der falschen Wahl.
Antworten auf technische Fragen zu Statik, Bauform und Werkstoffwahl.
Freistehende einschalige Schornsteine aus beschichtetem Kohlenstoffstahl kosten bei polnischen Herstellern 1.500–2.200 €/t netto ab Werk. Mehrschalige, isolierte Ausführungen mit Edelstahl-Innenrohr liegen bei 2.200–3.200 €/t, abgespannte einschalige Konstruktionen bei 1.400–2.000 €/t. Konstruktionen mit hohem Edelstahlanteil innen und außen kosten 3.200–4.500 €/t. Der genaue Preis hängt von Bauhöhe, Bauform und Werkstoffwahl ab — ein verbindliches Angebot erhalten Sie innerhalb von 48 Stunden.
EN 13084 (Freistehende Schornsteine) regelt Bemessung und Ausführung industrieller Schornsteine für Industrieanlagen und Heizkraftwerke, einschließlich Windlast- und Wirbelerregungsnachweis. EN 1856 betrifft dagegen metallene Abgasanlagen für häusliche Feuerstätten in Wohngebäuden — ein anderer Anwendungsbereich mit anderen Bemessungsgrundlagen und Prüfverfahren. Wir fertigen ausschließlich Industrieschornsteine nach EN 13084; häusliche Abgasanlagen nach EN 1856 gehören nicht zu unserem Leistungsbereich.
Freistehende Schornsteine benötigen eine große Einzelfundamentplatte, kommen aber mit minimaler seitlicher Aufstellfläche aus — praktisch bei beengten Werksgeländen. Abgespannte Schornsteine sind bei vergleichbarer Höhe leichter und im Stahlgewicht günstiger, benötigen aber Platz für Abspannseile und deren Ankerfundamente sowie regelmäßige Seilspannungskontrolle. Die endgültige Entscheidung treffen wir anhand Ihres Lageplans und der Baugrundverhältnisse.
Wirbelerregung entsteht, wenn sich bei bestimmten Windgeschwindigkeiten Wirbel abwechselnd von beiden Seiten des zylindrischen Schornsteins ablösen und eine querschwingende Resonanz anregen. Bei schlanken, wenig gedämpften Stahlschornsteinen kann dies zu Ermüdungsschäden führen. EN 13084-1 schreibt dafür einen eigenständigen dynamischen Nachweis vor; bei kritischer Schlankheit kommen Wendelschrauben oder Schwingungsdämpfer zum Einsatz — die Notwendigkeit ergibt sich erst aus der projektspezifischen Berechnung.
Das hängt von der konkreten Abgaschemie ab. Bei trockenen, wenig aggressiven Abgasen genügt häufig ein beschichtetes Kohlenstoffstahl-Innenrohr. Bei feuchten oder säurehaltigen Abgasen, insbesondere im Kondensationsbetrieb, ist ein Edelstahl-Innenrohr aus einer säurebeständigen Stahlsorte notwendig, um Taupunktkorrosion zu vermeiden. Eine pauschale Empfehlung ohne Ihre tatsächlichen Abgaswerte ist nicht seriös möglich — wir legen die Werkstoffwahl gemeinsam mit Ihnen anhand Ihrer Prozessdaten fest.
Einschalige Schornsteine sind günstiger, kühlen das Abgas jedoch schneller ab, was bei niedrigen Betriebstemperaturen zu Kondensatbildung führen kann. Mehrschalige Konstruktionen mit Dämmschicht zwischen Innenrohr und Außenmantel halten die Abgastemperatur länger über dem Taupunkt und verbessern die Abgasfahnenüberhöhung. Die Entscheidung hängt von Abgastemperatur, Betriebsweise (Dauerbetrieb oder häufiges An-/Abschalten) und Ihren Anforderungen an Kondensatvermeidung ab.
Von der Anforderungsanalyse bis zur betriebsbereiten Konstruktion rechnen Sie mit 8–16 Wochen: Statik nach EN 13084 und Werkstattzeichnungen 2–4 Wochen, Fertigung 4–10 Wochen je nach Höhe und Ausführung, Transport und Montage 2–3 Wochen. Mehrschalige Konstruktionen mit Edelstahl-Innenrohr sowie sehr hohe, abgespannte Ausführungen liegen eher am oberen Ende der genannten Zeitspanne.
Nein — wir liefern die Stahlkonstruktion inklusive vollständiger technischer Dokumentation (Standsicherheitsnachweis nach EN 13084, Schweißnachweise, Materialprüfprotokolle 3.1, CE-Kennzeichnung), die Sie als Teil Ihrer Genehmigungsunterlagen verwenden. Das immissionsschutzrechtliche Genehmigungsverfahren nach BImSchG selbst — Emissionsgrenzwerte, Ableitbedingungen, Abstimmung mit der zuständigen Behörde — liegt im Verantwortungsbereich Ihres Anlagenplaners beziehungsweise Immissionsschutzgutachters. Wir sind ausschließlich für die Konstruktion und deren Dokumentation zuständig, nicht für die emissionsschutzrechtliche Beratung.
Der Schornstein wird in transportfähigen Sektionen geliefert und per Mobil- oder Raupenkran aufgerichtet. Die erforderliche Kranklasse ergibt sich aus Gewicht und Höhe der schwersten Sektion sowie der möglichen Kranaufstellposition auf Ihrem Gelände. Nach der Aufrichtung folgen Ringstoßverbindung, Montage von Steigleitern und Podesten sowie — bei abgespannter Ausführung — das Vorspannen der Abspannseile.
Ja — Messplattformen und Messöffnungen fertigen wir als Teil der Zugangssysteme, konstruktiv integriert in Steigleitern und Podeste. Position, Höhe, Durchmesser und Anzahl der Messöffnungen richten sich nach den technischen Vorgaben Ihres Messplaners, der die Anforderungen an die Probenahmestellen festlegt. Die messtechnische Ausrüstung selbst, deren Kalibrierung sowie die behördliche Zulassung der Messstellen liegen außerhalb unseres Leistungsbereichs und obliegen Ihrem Messplaner beziehungsweise Anlagenbetreiber.
Beschreiben Sie Ihr Projekt – Sie erhalten ein Angebot innerhalb von 48 Stunden. Unverbindlich, kostenlos.