Rohrleitungen, Kabeltrassen und Förderbänder zwischen Anlagenteilen brauchen eine tragfähige, zugängliche Trasse: Rohrbrücken und Medienbrücken nach DIN EN 1090 EXC2/EXC3, statisch nachgewiesen nach Eurocode, mit Rohrauflagern, Gleitlagern und Laufstegen aus Gitterrost. Montage auch im laufenden Anlagenbetrieb an Wochenendstillständen. Wir matchen Ihr Projekt mit dem passenden Hersteller aus unserem Netzwerk — 30–40 % günstiger als deutsche Anbieter.

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Trassenführung im Bestand, thermische Lasten und Korrosionsschutz entscheiden über Lebensdauer und Wartungsfreundlichkeit.
Rohrbrücken tragen neben Wind- und Schneelasten nach Eurocode zusätzlich das Gewicht der Rohrleitungen inklusive Medienfüllung, thermische Zwängungskräfte an Fest- und Gleitlagern sowie Montage- und Wartungslasten auf den Laufstegen. Wer diese Lastfälle nicht sauber trennt, riskiert eine unterdimensionierte Konstruktion.
Zu enges Stützenraster treibt Gründungskosten und Montageaufwand in die Höhe, zu weite Spannweiten erfordern schwere Fachwerkträger. Die wirtschaftliche Lösung liegt meist zwischen Vollwandträger und Fachwerkkonstruktion — abhängig von Trassenlänge, Hindernissen und verfügbarer Aufstellfläche.
Die meisten Rohrbrücken-Projekte entstehen in bestehenden Werken, nicht auf der grünen Wiese. Anschluss an vorhandene Trassen, Kranstellung zwischen bestehenden Anlagenteilen und Heißarbeiten in Ex-Zonen erfordern eine Montageplanung, die eng mit Ihrem Betrieb abgestimmt ist.
Rohrbrücken stehen dauerhaft im Freien, oft in aggressiver Industrieatmosphäre mit Chemikalienbelastung. Ohne auf die Korrosivitätskategorie am Standort abgestimmtes Beschichtungssystem nach DIN EN ISO 12944 drohen vorzeitige Instandsetzungen — besonders an Schweißnähten und Kanten.
Von der Trassenplanung bis zur Montage inklusive Anschluss an bestehende Anlagenteile.
Trassenverlauf, Anzahl der Medienebenen, Rohrnennweiten und Betriebstemperaturen, Kabeltrassen und Zwangspunkte (Straßen, Gleise, Bestandsbauten) werden erfasst und mit Ihrem Rohrleitungsplaner abgestimmt.
Bemessung nach DIN EN 1990/1991/1993: Wind- und Schneelasten, Rohrleitungs- und Medienlasten, thermische Zwängungskräfte an Fest- und Gleitlagern, Verkehrslasten auf Laufstegen. Festlegung der Ausführungsklasse EXC2 oder EXC3.
Fertigung von Pylonen, Trägern und Laufstegen nach DIN EN 1090 im ausgewählten Herstellerbetrieb. Rohrauflager, Gleitlager und Festpunkte werden auf die Vorgaben Ihres Rohrleitungsplaners abgestimmt.
Beschichtungssystem nach DIN EN ISO 12944, abgestimmt auf die Korrosivitätskategorie am Standort. Schweißnahtprüfung nach vereinbartem Umfang, Materialprüfprotokolle 3.1 nach DIN EN 10204.
Lieferung vormontierter Segmente, Montage per Kran inklusive Anschluss an bestehende Trassen — bei Bedarf koordiniert mit Wochenendstillständen und Heißarbeitenfreigaben Ihres Betriebs.
Von der einfachen Rohrtrasse bis zur kombinierten Medienbrücke mit Kabelführung.
Vollwandträger für Standardspannweiten, Fachwerkträger für große Spannweiten über Straßen, Gleise oder Bestandsanlagen. Stützenraster nach wirtschaftlicher Optimierung von Stahlgewicht und Gründung.
Mehr erfahrenRohrleitungen und Kabeltrassen auf gemeinsamer Konstruktion, in getrennten Ebenen oder Strängen zur Erfüllung von EMV- und Brandschutzanforderungen. Abstimmung mit Ihrer E-Technik-Planung.
Mehr erfahrenTragkonstruktionen für Förderbänder in Schüttgutanlagen — Pylone, Fachwerkträger und Laufstege nach denselben Grundsätzen wie Rohrbrücken, ausgelegt auf Bandzug- und Antriebslasten.
Mehr erfahrenBegehbare Laufstege entlang der Trasse für Inspektion und Wartung, mit Geländer nach DIN EN ISO 14122. Rutschhemmende Gitterroste, abgestimmt auf Verkehrslasten und Zugänglichkeit.
Mehr erfahrenFest- und Gleitlager abgestimmt auf Nennweite, Betriebstemperatur und Längenausdehnung der Rohrleitung. Ausführung nach Vorgabe Ihres Rohrleitungsplaners oder in enger Abstimmung mit ihm.
Mehr erfahrenVormontierte Segmente, minimierte Montagezeit auf der Baustelle, Abstimmung mit Wochenendstillständen und Heißarbeitenfreigabe (Permit-to-Work) Ihres Betriebs.
Mehr erfahrenRohrbrücken und Medienbrücken für Chemie, Energiewirtschaft und Anlagenbau.
Kombinierte Rohr- und Kabeltrasse, EXC2, Vollwandträger, Montage in drei Wochenendstillständen ohne Produktionsunterbrechung.
24 m Spannweite über innerbetriebliche Verkehrsfläche, EXC3, 100 % Schweißnahtprüfung, Duplex-Beschichtung C4.
Bandbrücke für Zuschlagstoff-Förderung, Fachwerkkonstruktion mit begehbarem Laufsteg, EXC2.

Wenn Rohrleitungen, Kabeltrassen oder Förderbänder zwischen Anlagenteilen, Tanklagern oder Produktionsgebäuden verlegt werden müssen, führt in der Prozessindustrie kaum ein Weg an einer Rohrbrücke beziehungsweise Medienbrücke vorbei. Anders als bei der Erdverlegung bleiben Trassen oberirdisch zugänglich für Inspektion, Wartung und spätere Erweiterung — ein Argument, das in Chemie- und Energiewirtschaft schwer wiegt. Unsere polnischen Partnerbetriebe fertigen Rohrbrücken nach DIN EN 1090 EXC2/EXC3, statisch nachgewiesen nach Eurocode, zu 30–40 % niedrigeren Preisen als deutsche Anbieter — bei Lieferzeiten von 6–14 Wochen.
Die Begriffe werden in der Praxis oft synonym verwendet, eine saubere Unterscheidung erleichtert aber die Ausschreibung:
Die Wahl der Tragkonstruktion hängt von Spannweite, Anzahl der Trassenebenen und den örtlichen Zwangspunkten ab:
| Bauform | Typische Spannweite | Einsatz |
|---|---|---|
| Vollwandträger (Blechträger) | 6–18 m | Standard-Rohrbrücken, geringe Bauhöhe |
| Fachwerkträger | 15–35 m | Große Spannweiten über Straßen, Gleise, Bestandsanlagen |
| Durchlaufträger auf Zwischenstützen | Trassenlänge beliebig | Lange gerade Abschnitte, wirtschaftliches Stützenraster |
| Abgehängte Trasse an Bestandskonstruktion | projektabhängig | Nachrüstung ohne neue Pylone, wenn Bestandsstatik es zulässt |
Rohrbrücken werden nach DIN EN 1990 (Grundlagen der Tragwerksplanung) in Verbindung mit DIN EN 1991 (Einwirkungen) und DIN EN 1993 (Stahlbau) bemessen. Neben Wind (EN 1991-1-4) und Schnee (EN 1991-1-3) sind projektspezifische Lasten zu berücksichtigen: Eigengewicht der Rohre inklusive Isolierung und Medienfüllung — meist maßgebend ist die Wasserfüllung bei der Druckprüfung —, thermische Zwängungskräfte aus temperaturbedingter Längenänderung an Fest- und Gleitlagern, Verkehrslasten auf Laufstegen nach EN 1991-1-1 sowie, je nach Standort, Erdbebenlasten nach DIN EN 1998. Für Rohrleitungen mit hohem Betriebsdruck oder hoher Temperatur stimmen wir die Schnittstelle zur Rohrleitungsstatik nach EN 13480 mit Ihrem Rohrleitungsplaner ab — die Stahlbaukonstruktion liefert die Auflagerreaktionen als Eingangsgröße für dessen Berechnung.
Die Ausführungsklasse nach DIN EN 1090-2 richtet sich nach Versagensfolgen und Beanspruchungsart. Für Rohrbrücken gilt in der Praxis: EXC2 als Regelfall für Trassen im Werksgelände mit ruhender bis mäßig dynamischer Beanspruchung, EXC3 für Rohrbrücken über öffentlichen Verkehrsflächen und Bahntrassen oder bei Führung von Gefahrstoffleitungen mit hohem Schadenspotenzial im Versagensfall — verbunden mit höherem Prüfumfang und umfangreicherer Dokumentation.
Rohrbrücken stehen dauerhaft im Freien, häufig in aggressiver Industrieatmosphäre. Der Korrosionsschutz nach DIN EN ISO 12944 wird auf die Korrosivitätskategorie am Standort abgestimmt:
| Kategorie | Umgebung | Beschichtungssystem |
|---|---|---|
| C3 | Städtische/industrielle Atmosphäre, mäßige Verschmutzung | Feuerverzinkung + Duplex-Beschichtung, ca. 180–240 µm |
| C4 | Industrieanlagen mit hoher Luftfeuchte, Chemieanlagen | Duplex-System, ca. 240–320 µm, EP/PUR-Deckbeschichtung |
| C5 | Küstennähe, hohe SO₂-Belastung | Hochwertiges Duplex-System, ≥ 320 µm, verstärkter Kantenschutz |
Bei Trassenabschnitten mit direktem Kontakt zu aggressiven Medien empfehlen wir zusätzlich chemikalienbeständige Beschichtungen oder, bei kritischen Bauteilen, Edelstahlausführung.
Der Großteil unserer Rohrbrücken-Projekte entsteht in bestehenden Anlagen, nicht auf der grünen Wiese. Das bedeutet Montage unter laufendem Betrieb, oft mit engem Zeitfenster. Bewährtes Vorgehen: Pylone und Trassensegmente werden vorgefertigt und vor Ort nur noch verschraubt oder geschweißt, was die Montagezeit auf der Baustelle deutlich reduziert. Kritische Anschlussarbeiten — Durchdringung bestehender Trassen, Umhängen von Rohrleitungen — werden auf geplante Anlagenstillstände gelegt und im Vorfeld mit Ihrem Anlagenbetrieb abgestimmt. Schweißarbeiten in Ex-Zonen oder in Nähe brennbarer Medien erfolgen nach den Freigabeverfahren Ihres Betriebs; unsere Montageteams sind mit Erlaubnisscheinverfahren (Permit-to-Work) vertraut. Für Trassen über bestehenden Anlagenteilen wird die Kranstellung vorab mit Traglastberechnung und Lastfahrtplan geplant, um Kollisionen mit vorhandenen Bauteilen zu vermeiden.
| Konstruktionstyp | Ausführungsklasse | Preis pro Tonne netto |
|---|---|---|
| Standard-Rohrbrücke, Vollwandträger | EXC2 | 1.300–1.900 €/t |
| Rohrbrücke mit Fachwerkträger, große Spannweite | EXC2/3 | 1.600–2.300 €/t |
| Medienbrücke (Rohre + Kabeltrasse kombiniert) | EXC2 | 1.500–2.100 €/t |
| Rohrbrücke über Verkehrsflächen/Bahntrasse | EXC3 | 2.000–2.900 €/t |
| Förderbrücke / Bandbrücke | EXC2 | 1.400–2.200 €/t |
Die Preise verstehen sich netto ab Werk zzgl. Transport und Montage; maßgeblich sind Stützenraster, Spannweite, Korrosionsschutzkategorie und Umfang der Prüfung. Ein verbindliches Angebot erhalten Sie nach Prüfung Ihrer Trassenpläne innerhalb von 48 Stunden.
Bei EPC-Projekten übernehmen wir die Fertigung nach den von Ihrem Planungsbüro freigegebenen Ausführungsplänen — oder erstellen die Werkstatt- und Montagepläne auf Basis Ihrer Trassenführung und Lastvorgaben. Die Schnittstellenkoordination mit Rohrleitungsbau, E-Technik und Bestandsanlagen erfolgt in enger Abstimmung mit Ihrem Projektteam, bei Bedarf mit 3D-Modell für die Kollisionsprüfung gegenüber vorhandenen Anlagenteilen.
Die Gründung der Pylone richtet sich nach den Baugrundverhältnissen am Standort und den abzutragenden Lasten. Bei tragfähigem Baugrund genügt meist ein Einzelfundament je Pylon, dimensioniert auf Vertikallast, Horizontallast aus Wind und Zwängungskräften sowie das resultierende Kippmoment. Bei wenig tragfähigem oder aufgeschüttetem Baugrund — häufig auf gewachsenen Werksgeländen mit historischer Nutzung — ist eine Pfahlgründung erforderlich, deren Umfang erst nach einem Baugrundgutachten feststeht. Der erdberührte Bereich der Pylone erhält einen verstärkten Korrosionsschutz, meist eine Kombination aus Feuerverzinkung und bitumöser oder mineralischer Beschichtung im Übergang zum Fundament, da hier Feuchtigkeit und mechanische Beanspruchung durch Erdreich oder Fahrverkehr zusammentreffen.
Für Pylone und Träger von Rohrbrücken wird überwiegend Baustahl S235JR eingesetzt — ausreichend für die meisten Standard-Spannweiten und Lastfälle. Bei großen Fachwerkspannweiten oder beengten Bauhöhen, wo Stahlgewicht direkt die Gründungskosten beeinflusst, kommt S355 zum Einsatz, das bei gleicher Tragfähigkeit einen schlankeren Querschnitt erlaubt. Für hoch beanspruchte Sonderkonstruktionen, etwa sehr lange durchlaufende Fachwerkträger über Bahntrassen, prüfen wir projektbezogen den Einsatz von S460 zur weiteren Gewichtsreduktion. Die endgültige Werkstoffwahl ist Teil der statischen Bemessung und wird nicht pauschal, sondern je Bauteil festgelegt.
Rohrbrücken müssen über die gesamte Trassenlänge sicher begehbar sein, damit Armaturen, Kompensatoren und Kabelabzweige regelmäßig geprüft werden können. Die Laufstege erhalten rutschhemmende Gitterroste, beidseitige Geländer und Fußleisten nach DIN EN ISO 14122-3. An Wechselstellen zwischen Trassenebenen kommen Steigleitern mit Rückenschutz oder Treppen zum Einsatz, abhängig von Begehungshäufigkeit und den Vorgaben Ihrer Arbeitssicherheitsabteilung. Bei größeren Bauhöhen über Grund sehen wir zusätzlich Anschlagpunkte für persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz vor, sofern die Gefährdungsbeurteilung dies erfordert.
| Projektumfang | Trassenlänge | Gesamtlaufzeit |
|---|---|---|
| Kleine Trasse, Standardquerung | bis 50 m | 6–8 Wochen |
| Mittlere Trasse mit Kabelintegration | 50–150 m | 8–12 Wochen |
| Große Trasse mit mehreren Querungen | über 150 m | 12–20 Wochen |
Diese Zeitspannen umfassen Statik, Fertigung, Transport und Montage; sie verlängern sich, wenn die Montage an feste Anlagenstillstände gebunden ist und der nächste verfügbare Termin erst in einigen Monaten liegt — ein Punkt, den wir frühzeitig in die Terminplanung einbeziehen.
Vor Versand durchläuft jede Rohrbrücken-Konstruktion eine Maßkontrolle gegen die freigegebenen Werkstattzeichnungen sowie die vereinbarte Schweißnahtprüfung. Bei größeren oder sicherheitsrelevanten Trassen bieten wir eine Werksabnahme (Factory Acceptance Inspection) an, bei der Sie oder Ihr beauftragter Gutachter Bauteile vor Ort im Herstellerwerk begutachten können, bevor sie versendet werden — üblich bei EXC3-Projekten oder auf ausdrücklichen Kundenwunsch. Nach Montageabschluss erhalten Sie ein vollständiges Abnahmedossier mit Materialprüfprotokollen 3.1 nach DIN EN 10204, Schweißnahtprotokollen, Leistungserklärung (DoP) und CE-Kennzeichnung nach DIN EN 1090 — die Grundlage für die Inbetriebnahme und spätere wiederkehrende Prüfungen der Trasse. Bei Trassen mit Kabeltrassen-Integration stimmen wir den Übergabetermin zusätzlich mit Ihrer E-Technik-Planung ab, damit Kabelverlegung und Inbetriebnahme nahtlos an die Stahlbaumontage anschließen können.
Ihre Sicherheit und Ihr Vertrauen sind unsere Verantwortung.
Wir kümmern uns um das gesamte Projekt – Sie müssen sich nie fragen "wer montiert die Konstruktion". Vom Angebot über Produktion und Transport bis zur Montage und Endabnahme.
Wir überwachen jeden Schritt (Produktion → Transport → Montage) und greifen ein, wenn der Zeitplan gefährdet ist. Ihr Projekt wird planmäßig umgesetzt.
Jeder Hersteller ist geprüft – 15+ Jahre Branchenerfahrung. Wir kennen die Historie jedes unserer 100+ Partner. Wir eliminieren das Risiko der falschen Wahl.
Antworten auf technische Fragen zu Statik, Ausführungsklasse und Montage.
Standard-Rohrbrücken mit Vollwandträger (EXC2) kosten bei polnischen Herstellern 1.300–1.900 €/t netto ab Werk. Rohrbrücken mit Fachwerkträger für große Spannweiten liegen bei 1.600–2.300 €/t, kombinierte Medienbrücken mit Kabeltrasse bei 1.500–2.100 €/t. Rohrbrücken über Verkehrsflächen oder Bahntrassen (EXC3) kosten 2.000–2.900 €/t. Der genaue Preis hängt von Stützenraster, Spannweite und Korrosionsschutzkategorie ab — ein verbindliches Angebot erhalten Sie innerhalb von 48 Stunden.
Eine Rohrbrücke trägt ausschließlich Rohrleitungen für Prozessmedien, Dampf oder Kühlwasser. Eine Medienbrücke kombiniert Rohrleitungen mit Kabeltrassen für Energie- und Steuerkabel auf einer gemeinsamen Konstruktion, meist in getrennten Ebenen zur Erfüllung von EMV- und Brandschutzanforderungen. Konstruktiv unterscheiden sich beide kaum — dieselben Pylone, Träger und Laufstege kommen zum Einsatz. In der Praxis werden die Begriffe daher oft synonym verwendet, entscheidend ist die tatsächliche Trassenbelegung.
EXC2 ist der Regelfall für Rohrbrücken im Werksgelände mit ruhender bis mäßig dynamischer Beanspruchung. EXC3 gilt für Rohrbrücken über öffentlichen Verkehrsflächen, Bahntrassen oder bei Führung von Gefahrstoffleitungen mit hohem Schadenspotenzial im Versagensfall — verbunden mit höherem Prüf- und Dokumentationsumfang. Die Einstufung erfolgt projektspezifisch nach DIN EN 1090-2 in Abstimmung mit Ihrem Tragwerksplaner und ist Bestandteil der frühen Planungsphase, nicht nachträglich änderbar.
Vollwandträger decken typische Spannweiten von 6–18 m ab und eignen sich für Standard-Trassen mit geringer Bauhöhe. Fachwerkträger ermöglichen 15–35 m Spannweite und werden für Querungen über Straßen, Gleise oder Bestandsanlagen eingesetzt. Bei Durchlaufträgern auf Zwischenstützen ist die Gesamttrassenlänge praktisch beliebig — entscheidend ist ein wirtschaftliches Stützenraster, das Stahlgewicht und Gründungskosten gegeneinander abwägt.
Ja — der Großteil unserer Rohrbrücken-Projekte entsteht in bestehenden Anlagen. Pylone und Trassensegmente werden vorgefertigt und vor Ort nur noch verschraubt oder geschweißt, kritische Anschlussarbeiten legen wir auf geplante Wochenendstillstände. Heißarbeiten in Ex-Zonen erfolgen nach den Freigabeverfahren Ihres Betriebs; unsere Montageteams sind mit Erlaubnisscheinverfahren (Permit-to-Work) vertraut und stimmen Kranstellung sowie Zeitfenster vorab detailliert mit Ihrer Betriebsleitung und Ihrem Sicherheitsverantwortlichen ab.
Windlasten werden nach DIN EN 1991-1-4 standortspezifisch ermittelt. Thermische Zwängungskräfte entstehen durch die temperaturbedingte Längenänderung der Rohrleitungen und wirken über Fest- und Gleitlager auf die Stahlkonstruktion. Beide Lastfälle fließen zusammen mit Eigengewicht, Medienfüllung und Verkehrslasten in die Bemessung nach DIN EN 1990/1993 ein — die Schnittstelle zur Rohrleitungsstatik nach EN 13480 stimmen wir mit Ihrem Rohrleitungsplaner ab.
Von der Trassenplanung bis zur betriebsbereiten Konstruktion rechnen Sie mit 6–14 Wochen: Statik und Werkstattzeichnungen 2–3 Wochen, Fertigung 3–8 Wochen je nach Tonnage und Ausführungsklasse, Transport und Montage 1–3 Wochen. Bei Montage im laufenden Betrieb hängt der letzte Schritt zusätzlich vom nächsten verfügbaren Anlagenstillstand ab, den wir frühzeitig mit Ihrer Betriebsplanung abstimmen.
Ja — als Medienbrücke ausgeführt tragen wir Kabeltrassen gemeinsam mit den Rohrleitungen, üblicherweise in getrennten Ebenen oder Strängen, um EMV- und Brandschutzanforderungen einzuhalten. Die konkrete Trassenführung, Kabelpritschentyp, Abstände zu Rohrleitungen und Lastannahmen für die Kabelpritschen stimmen wir mit Ihrer E-Technik-Planung ab — die Stahlkonstruktion liefert dafür das tragende Gerüst, Auswahl und Verlegung der Kabel selbst liegen bei Ihrem Elektroplaner.
Der Korrosionsschutz richtet sich nach DIN EN ISO 12944 und der Korrosivitätskategorie am Standort: C3 (Feuerverzinkung + Duplex, 180–240 µm) für städtische/industrielle Atmosphäre, C4 (Duplex-System, 240–320 µm) für Chemieanlagen mit hoher Luftfeuchte, C5 (≥ 320 µm, verstärkter Kantenschutz) für Küstennähe oder hohe SO₂-Belastung. Bei direktem Medienkontakt empfehlen wir zusätzlich chemikalienbeständige Beschichtungen oder Edelstahl.
Ja — Förderbrücken beziehungsweise Bandbrücken für Förderbandanlagen fertigen wir nach denselben konstruktiven Grundsätzen wie Rohrbrücken: Pylone, Fachwerk- oder Vollwandträger und begehbare Laufstege für Wartungszugang. Die Lastannahmen unterscheiden sich jedoch von einer reinen Rohrtrasse — maßgeblich sind Bandzugkräfte, Materialgewicht des Schüttguts, Antriebslasten der Förderanlage sowie gegebenenfalls Staubschutzabdeckungen, die zusätzliche Windangriffsfläche erzeugen und in die Statik einfließen.
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